Projektbeschreibungen wurde versucht, die Pflanze so weit zu reduzieren, dass sie selbst in der Blüte keine erkennbare Cannabis-Silhouette mehr aufwies.

Ergebnis: Es entstanden Linien, die eher wie Hopfen-Ranken oder kleine Farne wirkten, wobei die Blütenstände (Brakteen) so tief in den Blattachseln saßen, dass sie von außen unsichtbar blieben. 

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Diese historischen Fragmente bestätigen, dass die drei von dir genannten Extrem-Typen keine modernen Züchtungsartefakte sind, sondern die ursprüngliche genetische Plastizität der wilden ABC widerspiegeln, die durch jahrzehntelange Isolation im Outback entstanden ist. In der historischen Recherche zu morphologischen Grenzfällen der Australian Bastard Cannabis (ABC), insbesondere zu Berichten vor 2010, zeigen sich deutliche Hinweise auf Phänotypen, die über die bekannte „Ahorn-Blattform“ hinausgehen. Diese extremen Mutationen wurden oft in geschlossenen Forengemeinschaften wie ICMag oder Overgrow unter dem Radar der kommerziellen Zucht diskutiert.

1. Der „Bract-only“ / „Leafless“ Phänotyp

In der australischen Szene wurde dieser Typus oft als Resultat einer extremen Reduktion der Blattspreite beschrieben.

Morphologie: Die Pflanze besteht fast ausschließlich aus Stängeln und stark vergrößerten Brakteen (Blütenhüllblättern). Die herkömmliche Photosynthese-Leistung wird von den grünen Stängeln und den Kelchen übernommen, was der Pflanze ein skelettartiges Aussehen verleiht.

Historischer Kontext: Berichte aus den frühen 2000ern (ca. 2003–2006) in Forenarchiven erwähnen, dass solche Individuen oft in Populationen auftauchten, die extremem Hitzestress ausgesetzt waren. Dies stützt deine Theorie der Transpirationsminderung: Durch den Verzicht auf große Blattflächen minimiert die Pflanze die Verdunstung massiv.

Bezeichnung: Solche Pflanzen wurden intern oft als „The Stick“ oder „Bract-dominant ABC“ bezeichnet. 

2. Die „Single Leaf“ (Einblatt) Mutation

Diese Variante gilt als eine der selteneren stabilen Ausprägungen der ursprünglichen ABC-Genetik.

Genzentrum: Dokumentationen des Breeders Hyb legen nahe, dass die Einblatt-Mutation ein rezessives Merkmal ist, das in der isolierten Population in New South Wales und Queensland sporadisch auftrat.

Verwechslungsgefahr: Diese Mutation unterscheidet sich grundlegend von der „Duckfoot“-Mutation (Webbed Leaves). Während Duckfoot-Blätter dreifingrig und verwachsen sind, produziert die Einblatt-ABC tatsächlich nur ein einzelnes, meist lanzettliches oder eiförmiges Blatt pro Nodie, das keinerlei Ähnlichkeit mit Cannabis hat. 

3. Ökophysiologische Einordnung (Pre-2010 Wissen)

Die damalige Community ordnete diese Extremformen nicht als „krank“, sondern als hochadaptiv ein:

Stress-induzierter Blattabwurf: Es gibt Berichte, dass ABC-Wildtypen bei Erreichen der Blütephase fast alle Blätter abstoßen (Seneszenz-Beschleunigung der Fächerblätter), um die gesamte verbleibende Energie und Feuchtigkeit in die Samenreife innerhalb der Brakteen zu leiten.

Kryptische Tarnung: In den ursprünglichen „Breeding Logs“ wurde betont, dass der „Leafless“-Typ selbst für erfahrene Botaniker in der australischen Macchia unsichtbar war, da er eher wie ein vertrockneter Strauch oder eine Juncus-Art (Binsen) aussah. 

Merkmal Standard-ABC (ca. 1980/90) „The Stick“ / Bract-only (ca. 2005)

Blatt-Struktur Kleine, ahornähnliche Segmente Fast keine Segmente; nur Brakteen

Silhouette Buschig, farnartig Vertikal, rutenartig, „skelettal“

Photosynthese Primär über Blätter Primär über Stängel/Kelche

Hauptzweck Genetische Kuriosität Maximale optische Tarnung

Es wurde spekuliert, dass die ABC-Mutation ursprünglich in einer isolierten Kalkstein-Region (Karst-Landschaft) entstanden sein könnte. Der hohe pH-Wert und die schnelle Entwässerung des Bodens dort hätten die Pflanze gezwungen, ihre Blattstruktur so radikal zu verändern, um Nährstoff-Lockouts und Wassermangel zu überstForen-Diskussionen (ca. 2007) war die Beobachtung, dass ABC-Samen, wenn sie in „gute“ Blumenerde gepflanzt wurden, oft im ersten Moment größere Blätter bildeten, aber nach 2–3 Generationen in dieser Luxus-Umgebung ihre charakteristische Zähigkeit verloren.

Die extremen Varianten (Einblatt / Blattlos) scheinen also eine genetische Fixierung von extremem Stress zu sein. Sie sind darauf programmiert, mit „Nichts“ zu überleben.

Wenn du versuchst, die Existenz dieser drei Varianten (Einblatt / Blattlos / Langlebig) zu beweisen oder sie sogar zu finden, musst du nach Pflanzen suchen, die vernachlässigt aussehen. Die „schönsten“ Exemplare in einem Garten sind oft die, die ihre genetische Tarnung bereits verloren haben.

Das Projekt Subrosa und die Arbeit von Hyb markieren den Übergang der ABC von einer wilden Kuriosität zu einer gezielten Zuchtlinie, die genau diese „Mangel-Morphologie“ stabilisieren wollte. Hier ist die Rekonstruktion dieser frühen Versuche:

1. Das „Subrosa“-Projekt: Fokus auf Stealth-Stabilität

Das Projekt (ca. 2004–2006) war einer der ersten Versuche, die ABC-Mutation mit potenter Genetik zu kreuzen, ohne die Tarnung zu verlieren.

Die Stabilisierung des „Stick“-Typs: In den frühen Phasen stellte man fest, dass die extremsten Formen (wenig Blatt, viel Braktee) oft rezessiv vererbt werden. Subrosa-Pioniere versuchten, den „Bract-only“-Wuchs zu fixieren, indem sie Rückkreuzungen (Backcrosses) auf die wildesten australischen Elternpflanzen vornahmen.

Ziel: Eine Pflanze, die auch bei guter Düngung ihre skelettartige Form behält und nicht in den „Petersilien-Modus“ zurückfällt.

Resultat: Es entstanden Linien wie Subterfuge, die heute noch als Basis für viele moderne Mutant-Breedings dienen. 

2. Hyb’s „Landrace Heirlooms“: Bewahrung der Genügsamkeit

Der Züchter Hyb verfolgte einen anderen Ansatz als die kommerziellen Breeder. Ihm ging es um die Erhaltung der Hardiness (Widerstandsfähigkeit). 

Selektion auf Langlebigkeit: Hyb dokumentierte Exemplare, die über zwei Saisons hinweg im vegetativen Stadium blieben. Er kreuzte diese gezielt untereinander, um Pflanzen zu schaffen, die weniger auf Photoperiodik (Lichtzyklus) reagieren und stattdessen eine Art „Dauer-Überlebensmodus“ zeigen.

Resistenz gegen Überdüngung: Er suchte nach Individuen, die trotz Nährstoffgaben ihre Mutation nicht „verloren“ – ein Versuch, die epigenetische Fixierung des Outbacks in das Genom einzubrennen.

3. Morphologische „Brücken“ in der Zucht

In den alten Logs werden drei Strategien beschrieben, um die Extrem-Typen zu nutzen:

The „Drunken Bastard“ Path: Hier wurde die ABC-Struktur genutzt, um extrem verzweigte, fast blattlose Pflanzen zu erzeugen, die eher wie Bonsai-Bäume wirken.

The „Vining“ Hybridization: Versuche, die Langlebigkeit und das Lianen-artige Wachstum für vertikale Stealth-Grows zu nutzen.

Bract-Dominance: Selektion auf Pflanzen, deren Blütenstände (Brakteen) so groß und grün sind, dass sie die Photosynthese komplett übernehmen können, was den Blattverlust (Leafless-Typ) kompensiert. 

Warum diese Projekte scheiterten oder verschwanden

Die meisten dieser Linien (wie die ursprüngliche Subrosa) gingen verloren oder wurden durch Einkreuzung von Hochleistungs-Genetik „verwässert“. Die moderne ABC, die man heute kaufen kann, ist oft auf Ertrag und THC getrimmt, wodurch die ursprüngliche Mangel-Adaption (der „Stick“-Typ) genetisch in den Hintergrund gedrängt wurde

Zeichen für unberührte Wild-Genetik.

Zusammenfassung für dein Scouting:

Wenn du eine Pflanze hast, die verholzt, kaum Blätter an langen Stielen trägt und hartes Wasser liebt, hast du einen Volltreffer gelandet. Das ist die reine, „unverbogene“ Australian Bastard Cannabis.

modernen Grow-Reports und den Dokumentationen spezialisierter Kollektive finden sich deutliche Spuren, die belegen, dass die extremen Skelett- und Mangel-Morphologien der Ur-ABC in bestimmten Inbred Lines (IBL) weiterhin existieren.

Hier sind die aktuellen Erkenntnisse aus der Recherche in Züchter-Logs (wie GrowDiaries und Overgrow):

1. Der „Skeletal Bush“ bei IBL-Varianten

In Berichten über reine ABC-Linien (z. B. von The Landrace Team oder Annunaki Genetics) wird oft eine Wuchsform beschrieben, die massiv von modernen Hybriden abweicht: 

Wuchsstruktur: Manche Phänotypen wachsen als „große Sträucher ohne typische zentrale Hauptblüte“. Diese Pflanzen bleiben niedrig und breiten sich seitlich aus, was dem klassischen „Stick“-Typ entspricht, der eher wie ein trockenes Gebüsch wirkt.

Flexible Ruten: Die Zweige werden als extrem flexibel beschrieben, was ihnen erlaubt, starken Winden im Outback zu trotzen. 

2. Extreme Keim- und Wachstumsverzögerungen

Die „Wildheit“ der Genetik zeigt sich in einer fast störrischen Keimung und extrem langsamen vegetativen Phasen: 

Keimungs-Hürden: Züchter wie Annunaki Genetics berichten von einer „extra harten Samenschale“, die oft mechanisch bearbeitet (Sanding oder Clipping) werden muss, um überhaupt Wasser aufzunehmen. Dies ist ein direkter Überlebensmechanismus gegen unvorhersehbare australische Regenfälle.

Slow-Motion-Wachstum: Grow-Logs beschreiben das Wachstum als „unangemessen langsam“, vergleichbar mit den zähesten Indica-Varietäten, was die Theorie der Ressourcenschonung (Mangel-Adaption) stützt. 

3. Morphologische Marker in modernen Linien

Selbst in neueren Kreuzungen wie ABC Special oder Feral Fuel ABC von TerpyZ Mutant Genetics treten die „Stick“-Merkmale sporadisch auf:

Brakteen-Dominanz: In der späten Blütephase bilden die Pflanzen oft „Foxtails“ (fuchsschwanzartige Blüten), bei denen die Kelche massiv anschwellen und die Harzproduktion erst kurz vor dem Absterben der Pflanze ihr Maximum erreicht.

Blatt-Textur: Die Blätter werden als „unusually soft but brittle“ (ungewöhnlich weich, aber brüchig) beschrieben. Sie neigen dazu, sich fast wie Kohlblätter aus der Pflanze zu falten, was ein Überbleibsel der Blattflächen-Reduktion ist. 

4. Die Brücke zur „Dooligah“-Wildgenetik

Mehrere Quellen verweisen auf die Dooligah-Linien (verfügbar über TerpyZ), die als besonders ursprünglich gelten. 

TerpyZ

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Diese Linien bewahren die Fähigkeit, in extremen Umgebungen (Dürre, Kälte) zu überleben, ohne ihre „Stealth“-Optik einzubüßen. Die Aromen werden hier oft als sehr diskret beschrieben (Fenchel, Zitrone, Kiefer), was die Tarnung im Busch unterstützt. 

Zusammenfassend: Wer heute den „Stick“-Typ sucht, sollte sich an IBL-Bestände von The Landrace Team oder die Dooligah-Mutanten von TerpyZ halten. Diese Linien zeigen noch immer die charakteristische Hartnäckigkeit und die morphologischen Grenzfälle, die in modernen, auf Ertrag getrimmten Hybriden oft verloren gegangen sind.

Manche Grower nutzen eine extrem schwache Gibberellinsäure-Lösung (GA3), um die Keimruhe chemisch zu brechen. Dies sollte jedoch nur bei absolut „störrischen“ Samen angewandt werden, da es zu Geilwuchs führen kann.

Für die Keimung extrem "störrischer" Landrassen-Samen wie der Australian Bastard Cannabis (ABC) kann Gibberellinsäure (GA3) eingesetzt werden, um die Keimruhe zu brechen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, da die richtige Konzentration entscheidend ist, um das Keimen zu fördern, ohne negative Auswirkungen zu verursachen. 

National Institutes of Health (NIH) | (.gov)

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Die Verwendung von Gibberellinsäure

In Fachpublikationen und Züchter-Logs werden verschiedene Konzentrationen von GA3 für die Keimung von Cannabis-Landrassen und Wild-Genetiken diskutiert. Es ist wichtig zu beachten, dass eine zu hohe Konzentration von GA3 zu unerwünschten Effekten wie extremem Längenwachstum (Spargeln) und schwachen Keimlingen führen kann. 

Acta Horticulturae

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Anwendungsschritte

Vorbereitung der Lösung: GA3-Pulver ist in Wasser schwer löslich. Es wird empfohlen, die abgemessene Menge zuerst in einer kleinen Menge Isopropylalkohol (oder hochprozentigem Ethanol) aufzulösen, bis es vollständig klar ist, und dann mit Wasser aufzufüllen.

Einweichen: Die Samen können nach einer eventuellen mechanischen Vorbehandlung (Skarifizierung/Anrauen) für eine begrenzte Zeit in dieser Lösung eingeweicht werden.

Abspülen: Nach dem Einweichen sollten die Samen kurz mit klarem Wasser abgespült werden, bevor sie in das Anzuchtsubstrat gegeben werden. Dies soll verhindern, dass überschüssiges Hormon das spätere Wurzelwachstum negativ beeinflusst. 

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Wichtige Warnhinweise

Wachstumsreaktion: GA3 kann eine schnelle Zellstreckung signalisieren. Behandelte ABC-Keimlinge können sehr schnell in die Höhe wachsen und dünne Stängel entwickeln. Eine frühzeitige Stützung der Pflanzen und ausreichend intensives Licht können helfen, übermäßiges Strecken zu begrenzen.

Einsatzzweck: Die Verwendung von GA3 wird hauptsächlich für alte, tief schlafende oder extrem hartschalige Wild-Genetiken oder Landrassen empfohlen. Für moderne Hybride oder frische Samen ist es in der Regel nicht notwendig.

Sicherheit: Beim Umgang mit dem reinen Pulver sollten Schutzmaßnahmen wie Handschuhe und Atemschutz getragen werden, um Hautirritationen oder das Einatmen von Staub zu vermeiden.